Is vergangne Gahr, ihr Leit, war is „Gahr dor Dankbarkeit“!
Wenn ihr mich do itze fregt: Dos wur abn su festgelegt.
Manche Leit, dos muss iech sogn,
taten aber trotzdam klogn un dorbei,
do horcht när hie,
gieht’s uns Deitschen gut wie nie!
Alle Leit habn sot ze Assen,
schlachte Zeiten sei vergassen.
Krieg un Elend liegn zun Glück
fei schie haufen Gahr zerück.
Unner Maaning, die is frei!
Sollt mor do net dankbar sei?
Alles gibt’s in Überfluss,
doss mor net racht suchen muss.
Brauchn mir Zwirn un Futterseid,
Reißverschlüss un Schneiderkreid,
ward‘s bestellt, gleich of dor Stell.
Mit dor Liefering gieht’s schnell.
Stoff aus England – kaa Problem,
ach, wie habn mir’s doch bequem!
Dos is fei e rachts Geschenk.
Wenn iech do an Vater denk,
wie de Schneider knausern mussten,
sich bal net zu halfen wussten.
Weil’s kenn Stoff gob, wur gewendt,
manche Gack wur aufgetrennt.
Außen war se wing blamabel,
aber inne ganz passabel.
Also wur se ümgedreht
un vun Neie zammgenäht.
Aus enn Mantel, enn ganz grußen,
machet mor zwee Kinnerhusen.
Gar nischt wur do waggeschmissen,
alles hot mor aufhebn müssen,
denn mor kunnt net aafach laafen
un sich neie Stoffe kaafen.
Später in dor DDR
gobs dann schie e bissel mehr.
Doch bis in de 80-er Gahre
war su vieles Mangelware.
Sette Zeiten sei vorbei.
Sollt mor do net dankbar sei?
Immer wieder gibt’s aah Leit,
die legn Wert of Maßarbeit.
Ann’re kaafen lieber gleich
in de Läden Aziehzeich,
suzesogn abn vun dor Stang.
Aber is de Hus ze lang oder is e Rock zu weit
nochert brauchn se in dor Zeit
fei enn Schneider. Kummt när har!
Do ze halfen is net schwar.
Dodurch habn mir sot zu tu
un dodrüber sei mir fruh.
Ja, mir könne wirklich fei
racht vun Herzen dankbar sei!
Drüm sogn mir, ihr lieben Leit,
itze in dor Weihnachtszeit
Dankeschön an alle Kunden, die ne Wag zu uns gefunden.
Kummt ins neie Gahr gut nei! Eire Heiße-Schneiderei